Um diese Schutzmaßnahmen aufrecht zu erhalten ist eine gesunde Haut Voraussetzung. Eine gute Pflege und eine gesunde ausgewogene Ernährung sind dafür die Grundbausteine.

Die Struktur von Haut und Fell

Die Haut besteht aus mehreren Hautschichten, die man Einteilen kann in Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis/Corium) und die Unterhaut (Subkutis). Nach Innen schützt die Haut vor Austrocknung, nach Außen vor Umwelteinflüssen (bspw. Mikroorganismen oder chemischen Substanzen).

Darüber liegt das Fell, welches die Haut vor der Witterung (Kälte, Nässe) beschützt und Parasiten fernhalten kann. Man unterscheidet zwischen Deckhaar und Unterwolle (quasi ein extra Kälteschutz), jedoch hat nicht jede Rasse beide Fellstrukturen ausgeprägt. Dies ist abhängig von der Rasse und/oder dem Lebensraum. Eine gute Fellpflege ist daher unumgänglich um die Schutzbarriere aufrecht zu erhalten.

Wodurch kann die Hautbarriere zerstört werden?

Durch Einflüsse von außen kann das Fell einschließlich der Haut Schaden nehmen. Dies passiert  durch Verletzungen (Trauma, Verätzungen, etc.) oder Infektionserregern wie zum Beispiel Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten. Meist gelangen Infektionserreger erst durch die Hautbarriere, wenn sie vorher verletzt und dadurch eine Eintrittspforte geschaffen wurde.

Ein weiterer Einfluss, der sich negativ auf die Hautbarriere auswirkt, kann auch von Innen kommen. Manche Erkrankungen, Allergien und fehlerhafte Fütterung verursachen eine mangelnde Gesundheit und Abwehrfähigkeit der Haut.

Unterstützung einer gesunden Hautbarriere

Neben einer regelmäßigen Fellpflege und einer stetigen Kontrolle der allgemeinen Gesundheit des Hundes kann man die Hautbarriere auch mit einer gesunden und ausgewogenen Fütterung unterstützen.

Ein Nährstoffmangel kann sich schnell negativ auswirken, daher ist eine Zufuhr der wichtigsten Nährstoffe grundlegend. Auch bei Allergikern hilft eine individuell angepasste Fütterung, die entsprechenden Nährstoffe zu zu führen.

Wichtige Nährstoffe sind:

  • Aminosäuren: essentielle Aminosäuren können nicht vom Körper hergestellt werden und müssen daher über die Nahrung zugeführt werden
  • Omega-3-Fettsäuren: diese haben unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung, die bei Hautproblematiken hilfreich sein kann
  • Linolsäure: gehört zu den essentiellen Aminosäuren und ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran. Bei einem Mangel kann es zu verschiedenen Hautveränderungen (bspw. Hautverdickungen) kommen
  • Lutein: fängt als Antioxidans freie Radikale und ist ein Faktor bei dem Erhalt der Hautelastizität
  • Spurenelemente: bspw. Zink wird für viele Stoffwechselvorgänge der Haut benötigt, ein Mangel kann nicht nur Hautveränderungen hervorrufen sondern auch für Wundheilungsstörungen verantwortlich sein. Oder auch Jod und Kupfer, deren Bedarf während des Fellwechsels steigt.
  • Vitamine: Vitamin A ist am Aufbau der Hautoberfläche beteiligt oder Vitamin B, das im gesamten Stoffwechsel der Haut benötigt wird

 

 

Dr. Catherine Scherm

MRCVS, Kleintierärztin

Published by Catherine Scherm

# Biografie Nach dem Abschluss an der Tierärztlichen Hochschule Hannover ging es nach einem kurzen Ausflug in den Pharmabereich zurück in die Praxis. In den 3 Jahren praktische Tätigkeit ging es von der Schweiz über Singapur nach Schottland. Mein Schwerpunkt liegt allgemein bei Klein- und Heimtieren. # Meine Beziehung zu Hunden Kaum etwas zaubert einem ein größeres Lächeln ins Gesicht als ein freudig schwanzwedelnder Hund, der dann auch noch gerne in die Praxis kommt. Die Mischlingshündin Socke ist seit gut 9 Jahren fester Bestandteil der Familie, auch wenn ihr bereits fortgeschrittenes Alter den Alltag bestimmt. Jeden Tag schafft sie es alle ein bisschen mehr um den Finger zu wickeln und verbringt ihre Seniorentage am liebsten im Vorgarten, damit sie auch ja nichts in 'ihrer' Nachbarschaft verpasst.

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